CAD Workstation
Bei der Auswahl einer geeigneten CAD-Workstation gilt es, verschiedene Gesichtspunkte zu berücksichtigen. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, entweder ein fertiges Komplettsystem von einem der zahlreichen Anbieter zu beziehen oder ein System selbst zusammenzustellen, das die eigenen Anforderungen optimal erfüllt. Letzteres wird aber eher nur für Hobby-CAD-Anwender oder einzelne Freiberufler eine praktikable Lösung sein. Geht es um die Anschaffung von Rechnern für eine ganze Konstruktionsabteilung, wird man mit Sicherheit Komplettsysteme beziehen oder evtl. sogar einen Leasingvertrag eingehen. Viele Anbieter bieten aber neben fertigen Lösungen auch die Möglichkeit einer individuellen Konfiguration, so dass optimal auf die eigenen Bedürfnisse eingegangen werden kann.
CPU
In vielen vorkonfigurierten Workstations sind sogenannte Serverprozessoren,
wie z.B. eine der Intel Xeon CPUs, installiert. Für einen reinen CAD-Rechner
ist das aber nicht unbedingt notwendig. Diese Prozessoren sind für den
Servereinsatz konzipiert und damit für den 24/7-Dauereinsatz geeignet.
Als weiteres wesentliches Merkmal sind sie zumeist für Mehrprozessorsysteme
geeignet. Außerdem haben sie meist einen etwas größeren CPU-Cache und
teilweise einen höher getakteten Front Side Bus. Diese für CAD Anwendungen
eher geringen Vorteile schlagen sich in deutlichen höheren Preisen für CPU
und Motherboard nieder. Für einen normalen CAD-Computer zur Modellierung und
Zeichnungserstellung reicht ein günstigeres Modell vollkommen aus.
Anders
verhält es sich, wenn an der Workstation neben CAD-Tätigkeiten auch
FEM-Rechnungen oder andere rechenintensive Analysen durchgeführt werden. Da
diverse Berechnungen parallelisierbar sind, kann ein Mult-CPU-System enorme
Einsparungen in der benötigten Rechenzeit erzielen und so die Kosten für
aufwendige Simulationen reduzieren.
Arbeitsspeicher
Die Frage nach der benötigten Menge an Arbeitsspeicher kann pauschal nicht beantwortet werden. Sie hängt vom verwendeten CAD-System und der Komplexität der bearbeiteten Teile und Baugruppen ab. Da die Preise für Arbeitsspeicher aber sehr niedrig sind, braucht man über eine Kapazität unter 4 GB nicht nachzudenken. In einigen Fällen kann das aber noch zu wenig sein. Bei der Entscheidung für mehr als 4 GB Arbeitsspeicher spielt weniger der Preis des Speichers eine Rolle, als vielmehr der evtl. benötigte Umstieg auf ein 64 bit Betriebssystem, da ein 32 bit System nicht mehr als 4 GB Speicher adressieren kann. Wird im Unternehmen ohnehin ein 64 bit Betriebssystem eingesetzt und werden große Baugruppen in 3D modelliert, sind 8 GB Arbeitsspeicher zu empfehlen.
Festplatte
Festplatten in CAD Workstations spielen in den meisten Fällen eine eher untergeordnete Rolle, besonders wenn die Daten nicht lokal, sondern über einen Server verwaltet werden. In einigen Anwendungen, wie bei aufwändigen Analysen oder Simulationen, werden jedoch teilweise extreme Datenmengen auf der lokalen Festplatte zwischengespeichert. Um solche Vorgänge zu beschleunigen, empfiehlt sich der Einsatz von schnellen SATA oder sogar SAS Festplatten. Je nach Anwendung kann auch der Einsatz von mehreren Platten in einem RAID-Verbund einen Geschwindigkeitszuwachs bringen.
Grafikkarte
Die Grafikkarte spielt beim Einsatz von 3D-CAD-Systemen eine besonders
wichtige Rolle. Um komplexe Geometrien flüssig darzustellen und so ein
effektives Arbeiten zu ermöglichen, kommen meist spezielle CAD
Grafikkarten zum Einsatz. Diese verfügen über angepasste und deshlab
besonders leistungsfähige Treiber, für die meisten professionellen
CAD-Anwendungen.
CAD Grafikkarten im Überblick
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